Regenbogenland

Leider lebt auch im Botzebambo-Land kein Tier für immer. Eines Tages muss es ins Regenbogenland ziehen, auch wenn uns das nicht gefällt.


Keine Zeit um zur "Normalität" zurück zu finden. Liz, mittlerweile über 18 Jahre alt, wird von ihren Kräften verlassen und kann am 13.03. früh Morgens nicht mehr von selbst auf die Beine kommen. Wir helfen ihr auf ihrer Reise ins Regenbogenland zu Gustl.

So kam Anina, rechts im Bild, mit Billy vor fast vier Jahren bei uns an.

Als sie an Krebs erkrankt wird sie ende 2015 operiert, aber erholt sich nicht mehr vollends. Sie wird am 11.03. im Verlauf einer zweiten OP erlöst. Der kleine Sonnenschein fehlt sehr.

09.01.2016, die kleine Umma, auch Birdy genannt, ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Gerade einmal 13 Monate war sie hier, nicht einmal 3 Jahre alt. Kurz nach ihrer Ankunft war klar das sie nicht in die Vermittlung geht, ein großer Tumor war bereits spürbar. Am 09.01. war er geplatzt, sie ließ' sich nichts anmerken und fraß munter vor sich hin. Tapfer ist sie ihren letzten Weg gegangen und wurde erlöst. Sie fehlt hier sehr, denn sie war ein immer freundliches und sehr verträgliches Mädchen.

Rocky ist am 04.11.2015 plötzlich und unerwartet gestorben. Er kam einjährig mit 1000 Gramm ins Botzebambo-Land. An seinem Todestag hatte er 1250 Gramm und keinerlei Anzeichen von Krankheit. Der kleine Sonnenschein fehlt.

Susi und Henriette haben lange miteinander gelebt, Susi starb nach kurzer heftiger Erkrankung am 21. Juli. Henriette ist ihr drei Tage später gefolgt.
Susi und Henriette haben lange miteinander gelebt, Susi starb nach kurzer heftiger Erkrankung am 21. Juli. Henriette ist ihr drei Tage später gefolgt.

Aus Indien bist Du 2007 mit mir hierher gereist. Du warst so treu und bescheiden, fast unscheinbar, dennoch stets da. Lange hast Du den Abschied vor Dir her geschoben, bis es im März 2015 unvermeidbar wurde. Du fehlst!

 

 


Nachruf

Jeden Hund kannte ich im Viertel. Die alte Rani vom Compound, die mit der Sanierung von
Dhanraj Mahal und dem Einzug der Besitzerin in die erste fertige Wohnung, ebenso auf dem Gelände einziehen durfte. Den großen Strubbel vom Büdchen gegenüber, der hin und wieder einen gewagten Besuch über den Chhatrapati Shivaji Maharaj Marg machte und später deshalb oft angekettet wurde. Die vielen wechselnden Streuner vom Gateway of India, die hier oft ihre Welpen gebaren. Alle, die oft mit mir mitgelaufen sind den PJ Ramchandani Marg zum Colaba Market durch den Slum der Fischer.
Sie waren mir und ich ihnen vertraut,freuten sich genauso mich zu sehen, wie ich mich freute sie zu sehen. Verschwanden sie doch oft auf ungeklärte oder mysteriöse Weise wieder. So, wie die Mutter von sechs Welpen, die angeblich vom Auto, unter dem sie schlief, überfahren wurde und deren Welpen von Unbekannten adoptiert wurden.
Und dann warst da plötzlich Du. Ich war in Eile und konnte Dich gar nicht wirklich ausmachen, sah Dich nur aus dem Augenwinkel und pfiff um mich zu vergewissern. Sofort hast Du Deinen Kopf gehoben und mir nachgesehen, bist aufgestanden und wolltest mir nachlaufen. Ich musste Dich zurückzitieren, Du hast mir Zeit geraubt, aber ich konnte Dich mir nicht folgen lassen. Gespannt sah ich mich am nächsten Morgen um, Du warst noch da, hast mich freudig begrüßt. So haben wir uns kennengelernt. Mein Entschluss Dich eventuell mitzunehmen wuchs schnell, jedoch ungewiss. Zum Einen wartete schon ein indisches Hundemädchen auf mich in Deutschland, zum Anderen und das war die größere Ungewissheit, konnte ich Dich nicht mit nach oben nehmen, Du musstest auf der Straße bleiben sonst wäre mir meine Maid zum zweiten Mal weggelaufen. Du bist geblieben, fast 10 Monate lang und ich habe alles vorbereitet. Du bekamst Deine Impfungen, ein Halsband mit meiner Telefonnummer, einen Chip. Verzweifelt suchte ich ein neues Labor, in dem ich das Plasma aus Deinem Blut zentrifugieren lassen konnte um es zeitnah mit nach Deutschland nehmen zu können, damit der Tollwuttiter bestimmt werden konnte. Zehn Monate lang haben wir uns fast täglich gesehen, oft bist Du mir nachgelaufen, zwischen hupenden Taxis hinterher, einmal sogar dem Taxi, in dem ich saß. Ich hatte oft Angst um Dich. Als ich einige Wochen nach Deutschland musste, wurde die Ungewissheit sehr groß. Würdest Du bleiben? Warten? Aber Du hattest ein freundliches Wesen, bist von allen gemocht worden und auch andere kümmerten sich um Dich, wie ich später feststellte. Auch die Security machte einen guten Job, sie hatten alle ein Auge auf Dich und ließen Dich immer in den Courtyard, so wie ich es von ihnen wünschte. Ich war überglücklich Dich wieder zu sehen. Deine letzten Tage in Mumbai waren sicher sehr verwirrend für Dich. Ich nahm Dich an die Leine, mit der Du sofort gut zurechtkamst. Ich nahm Dich mit nach oben, für nur eine Nacht und Du bist fast panisch geworden. Ich musste Dich am Bett festbinden, sonst hättest Du die Zimmertür ruiniert. Die Autofahrt quer durch die Stadt zum Amtsveterinär war eine einzige Zitterpartie für Dich. Wie überrascht war ich als Du den zweiten Tag im Haus schon ruhiger wurdest und am Abend mit der größten Selbstverständlichkeit mit zum Flughafen kamst, in den Menschenmengen nicht unruhig wurdest und keine Probleme mit der Transportbox hattest. Du hast mich fast neun Jahre begleitet, Dein genaues Alter ist mir nicht bekannt. Vor 15 Monaten ist Dir ein Tumor an der Milz geplatzt, in letzter Sekunde konntest Du dem Tod von der Schippe springen. Aber der Krebs kam zurück und die letzten Monate haben stark an Dir gezehrt. Heute Morgen um 5 Uhr haben sich unsere Wege getrennt. Du hast mir vertraut, von Anfang an und bis zum Schluss. Ich danke Dir dafür, die Zeit mit Dir war schön und ich werde Dich sehr vermissen.
Ich möchte an dieser Stelle Dankeschön sagen, dem Team von Tierarztpraxis Dr. Hofmann und Hofmann, für die stets herzliche Betreuung. Besonderer Dank gilt Daniela Hofmann und Henrik Hofmann für die gelungene Not-OP und den frühmorgendlichen Einsatz heute.

 


Am 02.01.2015 hat Gustl uns verlassen. 2 Jahre hat er hier verbracht mit seinen Mädels, dann war seine Zeit gekommen. Gustl durfte 18 Jahre alt werden.

Sally, Harries Schwester mussten wir im Dezember 2014 gehen lassen.

Henry hat als Abgabe-Tier 4 Jahre hier gelebt. Leider wurde er krank und somit unvermittelbar. Trotz Krankheit hatte er eine schöne Zeit hier mit seinen Damen.

Henry ist 2014 abgereist.

Harry hat uns im Jahre 2012 verlassen. 12 Jahre lang war er ein treuer und liebevoller Weggefährte.